1255 gründeten Zisterzienserinnen in Namedy das Kloster „Unserer lieben Frau". Vom Konvent ist nichts erhalten geblieben — außer der Kirche. Sie dient heute als katholische Pfarrkirche St. Bartholomäus.
Der älteste Teil des Baus stammt aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts: ein Bau aus Tuffstein, jenem leichten vulkanischen Gestein, das in der Region gebrochen wurde und ganze Städte am Rhein geprägt hat. 1521 wurde die Kirche zweischiffig erweitert. Treppenturm und Dachreiter kamen 1896 hinzu.
Neue Kirche, alte Kirche
1977 wurde am Westgiebel ein Kirchenneubau geweiht. Wegen irreparabler Bauschäden und hoher Sanierungskosten wurde er an Pfingsten 2021 zum letzten Mal genutzt, anschließend profaniert und abgerissen. Die alte Kirche wurde wieder hergerichtet und ist seit Oktober 2022 erneut der Gottesdienstort in Namedy.
Ein Umweg, der sich lohnt
Viele Radfahrende auf dem Rheinradweg fahren an der Kirche vorbei, ohne sie zu bemerken. Wer am Ende der Schlossmauer abbiegt, steht nach wenigen Minuten davor. Der Weg dorthin führt durch den älteren Ortskern.
Gottesdienst und Gemeinde
St. Bartholomäus gehört zur Pfarrei St. Marien Andernach im Bistum Trier. Regelmäßig findet samstags um 18:30 Uhr eine Vorabendmesse statt. Außerhalb der Gottesdienste ist die Kirche geschlossen.
Aktuelle Gottesdienstzeiten, das Pfarrteam und die Öffnungszeiten des Pfarrbüros veröffentlicht die Pfarrei auf ihrer Website.